2014

01. December 2014

Freut euch im Herrn, zu jeder Zeit! (Phil 4,4)

Wenn ich Ihnen, liebe Schwestern und Brüder, zum Beginn der Adventszeit schreibe, erinnere ich mich, dass ich dieses Wort vor zwei Jahren schon einmal an dieser Stelle zitiert habe. Aber da auch Paulus selbst sich mit diesem Wort wiederholt (Phil 3,1], will auch ich es gern tun.

Advent ist Freude

Also noch einmal: Freut euch zu jeder Zeit – im Herrn! Gerade wo uns heute vielfach wenig nach Freude zu Mute ist, brauchen wir diese Botschaft. Da, wo uns selbst Schmerz und Trauer bewegt oder wo wir solche Erfahrungen mit anderen tragen. Besonders aber auch angesichts einer Welt, in der menschenverachtende Gewalt, Krieg und Vertreibung wieder zugenommen haben.

Advent ist Erwartung

In der Adventszeit richten wir unsere Augen voller Erwartung auf den Herrn. Wir glauben neu, dass er in unsere Welt kommt, dass auch unsere Zeit eine Zeit Seines Heiles wird – weil ER bei uns ist. Dazu dürfen wir uns gegenseitig ermuntern und hoffentlich dürfen wir es in dieser geprägten Zeit auch vielfach gemeinsam erfahren. Gelegenheiten dazu gibt es viele: Wie im letzten Jahr beginnen wir die Adventszeit mit einer Vigilfeier mit Betrachtung, Gebet und Gesang am Vorabend des I. Advents. Am Sonntag selbst halten wir das ‚Ewige Gebet‘. Viele unserer Musiker bereiten sich schon lange auf das Chorkonzert am II. Advent vor. Die Marienfigur wird auf „Herbergssuche“ durch die Familien getragen werden, im Schein der Kerzen werden wir zweimal die Roratemesse feiern. Montags laden wir wieder zu verschiedenen Glaubensabenden ein und schließlich dürfen wir voll Freude der Heiligen Nacht entgegenblicken.
Viel mehr noch wäre zu nennen!

Advent ist Zeichen

Für diese Fülle dürfen wir wirklich dankbar sein. Gerade über den Reichtum der Liturgie freue ich mich selbst immer wieder und so möchte ich allen danken, die daran auf unterschiedlichste Weise ihren Anteil haben. Besonders nennen möchte ich die Ministranten, ohne die Vieles so nicht möglich wäre und deren Dienst am Altar weit mehr ist, als bloß eine feierliche Rahmengestaltung. Auch in diesem Jahr werden wir wieder fünf neue Jungen und Mädchen in den Dienst einführen können. Noch bereiten sie sich unter der Anleitung der Oberministranten darauf vor – am IV. Advent soll es dann soweit sein. Nachdem wir nun langsam mehr Ministranten als Gewänder haben, wird es dabei eine immer größere Herausforderung in der – dann immer zu knappen Zeit – vor der Hl. Messe noch eine Albe in der eigenen Größe zu ergattern. Nachdem der Kirchenvorstand nun aber unserer „Not“ Abhilfe geschaffen hat, dürfen wir uns auf neue Gewänder freuen. Nach dem Wunsch der Ministranten werden es, anstatt der bisherigen weißen Alben, in Zukunft wieder farbige Talare und weiße Chorhemden sein. Für die schwarze Farbe bei den Talaren haben wir uns entschieden, um das ganze Kirchenjahr über bei wechselnden liturgischen Farben (gerade auch auf dem Läufer in der Kirche) ein gutes Bild abzugeben. Preislich ist der Neukauf dieser einfachen aber guten Gewänder übrigens nicht teurer, als wenn wir vom bisherigen Modell einige Nummern nachbestellt hätten. Nun hoffen wir natürlich, dass alles noch rechtzeitig zu Weihnachten ankommt. Und ich hoffe, dass Sie unsere Freude teilen können, auch wenn Ihnen die jetzigen Gewänder am Herzen liegen oder die optische Umgewöhnung nicht so leicht fallen sollte.

Ihnen allen eine gesegnete und gnadenreiche Adventszeit.

Ihr Kpl. Christoph Butschak