2013

01. September 2013

Mut zum Neuanfang - im Vertrauen auf den Heiligen Geist

Wieder einmal ein „Jahres–Anfang“ hier in der Gemeinde. Haben Sie bemerkt, dass wir in jedem Jahr bei uns drei davon haben?

Der eine ist Beginn des Kirchenjahres am ersten Sonntag im Advent, der zweite ist der Beginn des Kalenderjahres am ersten Januar und der dritte endlich der Beginn des pastoralen Arbeitsjahres Anfang September.

Der Religionsunterricht beginnt, ebenso die Erstkommunionvorbereitung und manches andere nach der Sommerpause. Das Pastoralteam macht sich, erfrischt durch die Urlaubszeit an die Arbeit mit den Leuten, den Gruppen und Kreisen in und um unsere Gemeinde. In diesem Jahr wird das Team der Beruflichen in der Seelsorge auch noch erfrischt durch eine neue Kollegin, Marion von Brechan, die in der Ausbildung zur Gemeindereferentin eine zweijährige Praxisphase in unserer Gemeinde begonnen hat. Wir freuen uns sehr über diese kollegiale Verstärkung!

Dieses Arbeitsjahr wird ein bewegtes und bewegendes Jahr in unserer Gemeinde werden – eigentlich ist dies nichts Besonderes, hier sind so viele bewegte und bewegende Leute beisammen, die mit Geist und Verstand Gutes planen und umsetzen, dass ich immer wieder staune!

Bewegen wird uns der eigentliche Start des Prozesses „Wo Glauben Raum gewinnt“. Bis 2020 haben wir im Erzbistum Berlin Zeit, uns pastoral derart neu aufzustellen, dass Glauben an Gott auch in unserer Diaspora – Situation raumgewinnend bleiben wird, durch die nächsten Jahrzehnte. Wir werden Mut und Umkehrbereitschaft brauchen. Unser Erzbischof wird im Oktober sogenannte „pastorale Leitlinien“ für die Gestaltung dieses Prozesses herausgeben; diese entstehen derzeit noch aus den vielen Hinweisen der ungefähr 60 Informationsveranstaltungen im ganzen Erzbistum, bei denen sich alle Interessierten vertraut machen konnten mit dem Prozess insgesamt und dessen ersten Schritten und nach ihren hilfreichen Anregungen gefragt waren.

Sowohl im Erzbistum als auch in unserer Gemeinde höre ich schon von Gesprächen zu diesem Prozess. Ich denke, dass wir hier bei uns den Mut aufbringen, in Ruhe und Klarheit engagiert miteinander zu sprechen und Schritte voran zu tun. Dabei kann unsere christliche Umkehrbereitschaft zur Entfaltung kommen; dass alles einfach so bleibt, wie es gerade schön ist, steht unserer missionarisch gesinnten Kirche nicht gut.

Hilfreich stehe uns bei der Heilige Geist, den wir durch Taufe und Firmung zu eigen haben: „Gott, du hast die Herzen durch die Erleuchtung des Heiligen Geiste gelehrt. Gib, dass wir in diesem Geist erkennen, was recht ist, und allezeit seinen Trost und seine Hilfe erfahren! Amen!“

Frank Hoffmann, Pfarrer und Propst