2013

02. January 2013

... und mit uns gehen in ein neues Jahr.

Ein neues Jahr beginnt – und was wissen wir darüber? Vielleicht ahnen Sie ja, was Sie Leichtes oder Schweres erwarten könnte. Sicherheit, dass Erahntes zur Wirklichkeit wird, hat niemand von uns. Vor uns liegende Zeit ist nicht zu kontrollieren, jeder Versuch bleibt bescheiden. Der Blick in vergangene Jahre wird Ihnen dies wahrscheinlich bestätigen.

Bleibt uns viel mehr, als schicksalsergeben kommen zu lassen, was dann kommt?

Ich denke, dass wir als Menschen alleine nicht viel weiter kommen. Nun sind wir aber durch die Taufe hineingestellt in die Gemeinschaft der Kirche, können uns Schwestern und Brüder Christi nennen und geliebte Kinder Gottes, des Vaters. Ob dies „ein Pfund ist, mit dem wir wuchern können“? Die spontan – ehrliche Antwort ist wohl „Kommt darauf an …“; ein beherztes „Ja“ will doch gut überlegt sein.

Der dreifaltige Gott als unser Zeit- und Weggenosse, dies ist eine außergewöhnliche Betrachtungsweise Gottes. Doch hat er sich selber in diese Position gebracht, spätestens in der Menschwerdung und im Leben Christi. Selbst dies war nicht sein letztes Wort: Mitten in den Tod hinein hat der Vater seinem Sohn und damit uns himmlisches Leben zukommen lassen. Zudem hat er uns von seinem Heiligen Geist gegeben,  Jesu Christi Wirken bei uns fortzusetzen.

Gott steht mitten in dieser, seiner Zeit, wie wir und mit uns. Da heraus erwachsen uns einzigartige Möglichkeiten: Gott handelt letztlich heilvoll auch durch unsere Zeit hindurch. Dieses Heil erweist sich unserer Betrachtung nicht immer sofort, manchmal bleibt fraglich, was da wird. Vertrauen wir darin Gott, können wir uns mit seinem Handeln verbinden; er  wird durch uns handeln und sprechen, seinen Heilsplan für seine ganze Schöpfung Schritt für Schritt umsetzen.

Die vor uns liegende Zeit des Jahres 2013 bleibt somit einerseits weiterhin eine offene Zeit, deren Füllung wir nicht vorhersagen können. Andererseits kann die soeben eingeübte Betrachtungsweise uns für unsere Zeit entlasten. Uns bietet sich eine Gewissheit, die uns in aller Offenheit doch Sicherheit ermöglicht. Gott ist der Herr über unsere Zeit und er hat gewiss nur das Heil vor. Getrost können wir die Zeit kommen lassen, sie gestalten wo möglich und sie ertragen wo nötig. Bei allem, in allem, hinter allem in dem neuen Jahr 2013 ist Gott mit uns.

So wage ich es, Ihnen ein Jahr des Heiles 2013 zuzusagen!

Frank Hoffmann, Pfarrer und Propst