2013

23. December 2013

Weihnachten - vier persönliche Betrachtungen

Weihnachten – der Geburtstag Jesu?

Kürzlich ging mir mal auf, wie missverständlich diese Aussage ist, mit der man gelegentlich Kindern den Sinn des Weihnachtsfestes erklärt. Wird Jesus in diesem Jahr 2000 soundso viel Jahre alt? Ist Weihnachten etwas Vergangenes, an das wir uns Jahr für Jahr festlich erinnern? Auch wenn dem Gedenken an die Geburt Jesu ein geschichtliches Ereignis zugrunde liegt, so bleibt doch das reine Gedenken und Erinnern für unser Leben ohne wirkliche Bedeutung.

In der Nacht in der Jesus geboren wurde, die wir Weih-Nacht oder Heilige Nacht nennen, hat sich Entscheidendes ereignet.

Mit der Menschwerdung des ewigen Wortes Gottes im Kind Jesus hat die Nacht der Finsternis ein Ende, sind alle Nächte der Menschen, auch unsere eigene Nacht, von einem Glanz, einer Nähe und einem Trost erhellt, das keine Dunkelheit mehr besiegen kann, mag es auch gelegentlich so scheinen.

Mit Jochen Klepper können wir singen: „Noch manche Nacht wird fallen auf Menschen Leid und Schuld. Doch wandert nun mit allen der Stern der Gotteshuld. Beglänzt von seinem Lichte, hält euch kein Dunkel mehr; von Gottes Angesichte kam euch die Rettung her.“ Wahrlich ein Grund zum Feiern. Ich wünsche Ihnen eine tiefe Erfahrung der Freude in der Heiligen Nacht.

Sr. Theresia

Siehe, ich verkündige euch große Freude. Denn euch ist heute ein Retter geboren. Lk 2,10+11

Ich wünsche allen ein Fest voller Freude, äußere Freude sowie innere Freude, - Lebensfreude! Wir wünschen uns frohe Weihnachten, weil Christus geboren ist, Gott ist Mensch geworden. Über sein Geschenk dürfen wir uns freuen und die Freude auch an anderen weitergeben und das nicht nur zur Weihnachtszeit!

Frohe Weihnachten

Marion von Brechan

Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit. Joh 1,14

Liebe Schwestern und Brüder, machen wir uns auf und gehen wir zur Krippe, um in der Unscheinbarkeit des Stalles und auf dem Antlitz des Menschenkindes den Glanz der Herrlichkeit Gottes zu finden. Staunen wir immer wieder neu über dieses größte Wunder, dass je in unserer Zeit geschehen ist und nehmen wir IHN dankbar bei uns auf.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest: Reich an Gnade und Freude!

Ihr Kpl. Christoph Butschak

Weihnachten - ein ordentliches Stück Arbeit

Da ich diese Zeilen schreibe, steht mir noch die Erarbeitung der Weihnachtspredigten bevor – und das ist ein gehöriges Stück Arbeit! Macht nichts, denke ich gerade; Gott hat ja auch wirklich auf Weihnachten hin gearbeitet. Selbst Weihnachten dürfte für ihn ein ordentliches Stück Arbeit gewesen sein: das hatte er ja auch noch nicht, selber Mensch werden. Der Allmächtige wollte schließlich selbst in einem machtlosen Kind Platz nehmen, das will erst mal geschafft werden!

Ich wünsche Ihnen in den kommenden heiligen Tagen Einsichten in den Allmächtigen, mitten unter uns Menschen gut gegenwärtig!

Frank Hoffmann, Pfarrer und Propst