03. June 2012

Unser Fußballturnier zu Himmelfahrt

Wie soll es weitergehen?

Himmelfahrt und Fußball gehören in unserer Gemeinde seit vielen Jahren untrennbar zusammen. Vermutlich ausgehend von Mitgliedern der Kolpingsfamilie fand ich diese Tradition vor, als ich Anfang der 1980er Jahre in unsere Gemeinde kam. Zunächst begeisterter Mitspieler, war ich seit Mitte der 1990er dann auch Mitorganisator. Die St. Joseph-Kicker luden die Domfalken zum Lokalderby ein, von Turnier zu Turnier wuchs die Zahl der Teilnehmer, andere Kirchgemeinden waren mit ihren Mannschaften zu Gast, ein Pokal wurde gestiftet, viele Gemeindemitglieder kamen zum Zuschauen und Anfeuern ihrer Männer, Kinder und Enkel. Auch das Catering wurde dank zahlreicher Helfer immer leckerer.

In den letzten beiden Jahren kamen erstmals Mannschaften aus der Bollerwagenherrentags(un)kultur mit all ihren unschönen Begleiterscheinungen. Wir wollten niemanden wegschicken, doch waren wir mehr mit dem Müllnachräumen, denn mit dem Fußball beschäftigt.

In diesem Jahr war der Platz jedoch bereits eine Stunde vor Turnierbeginn von unzähligen, meist schon alkoholisierten Teams gefüllt, die weder geladen waren, noch zu unseren langjährigen Gästen zählten.

Es war nicht mehr möglich, das Turnier in der für uns gewohnt familiären Atmosphäre durchzuführen. Nach Rücksprache mit den Mannschaftsführern unserer langjährigen Gäste und dem Geschäftsführer des Vereins und Betreiber des Sportplatzes blieb nur noch der Abpfiff vor dem Anpfiff des Turniers. Schade für die, die sich auf einen schönen Fußballnachmittag gefreut hatten.

Für die kommenden Jahre müssen wir überlegen, wie wir unsere sportliche Himmelfahrtstradition weiterführen wollen, ohne ein großes Aufgebot an Ordnern aufstellen zu müssen. Vielleicht die Sportart wechseln, Volleyball spielen oder Kubb-Meisterschaften austragen ... ?

Auf Vorschläge und Anregungen in dieser fußballreichen Zeit wartet

Ludwig Spring

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