Wussten Sie, ...

... dass das Prospekt asymmetrisch gestaltet ist?

Die sich asymmetrisch überlappenden Prospektfelder passen sich in den symmetrischen Spitzbogen der Turmnische ein. Man sieht in drei Feldern die konischen Pfeifen des Gemshorns und in zwei Feldern die zylindrischen Prinzipalpfeifen.

Je nach Standort im Kirchenraum ergeben sich dem Betrachter verschiedene Prospektvarianten, weil das Rückpositiv räumlich getrennt vom Hauptwerk aufgestellt ist. Erst aus dem Altarbereich kommen Oberkante des Rückpositivs und Unterkante des Hauptwerkes zur Deckung und das Werk zeigt sich als einheitlicher Baukörper.

... was eine Mundharmonika mit unserer Orgel gemeinsam hat?

Einige Orgelpfeifen besitzen eine Zunge. In den Zungenpfeifen erzeugt nicht - wie bei den Labialpfeifen - die schwingende Luftsäule den Ton, sondern eine metallene Zunge, die durch die vorbei strömende Luft in Schwingungen versetzt wird. 

Eben wie bei einer Mundharmonika.

Alle 1.128 Pfeifen zu demontieren, zu reinigen, wieder aufzubauen und zu stimmen, kostet uns 29.000 EUR - oder 26 EUR pro Pfeife.

... dass unsere Organistin 17 Register ziehen kann?

Die 17 Register werden über zwei Manuale und Pedal gespielt. Jedes Register hat seinen eigenen typischen Klang. Die Abstimmung von Lautstärke, Klangfarbe und Tonhöhe der einzelnen Register und die Anpassung an die Akustik des Kirchenraumes ist die Kunst der Orgelbauer - hier der Dresdner Firma Jehmlich.

Dieses Jahr wird die Orgel auch neu gestimmt. Die Wartung wird 29.000 € kosten - oder 204 € bezogen auf jede der 142 Tasten und Pedale.

... dass einige Pfeifen aus anderen Orgeln stammen?

Wahrscheinlich wegen materieller Engpässe in den 80er Jahren sind die Zungenregister Trompete (im Hauptwerk), Fagott (im Pedalwerk) und Regalkrummhorn (im Rückpositv) aus anderen Orgeln dazugeliefert worden.

Zehn Jahre vergingen zwischen dem 1975 gefassten Beschluss des Kirchenvorstands zum Bau einer neuen Orgel bis zu ihrem Einbau im Jahr 1986.

... dass unsere Orgel einen Rückspiegel hat?

(aber noch nie jemand mit ihr gefahren ist)

Über den Rückspiegel hat die Organistin den Altarraum im Blick, um in den Gottesdiensten stets den richtigen Einsatz zu finden. Seit ihrer Einweihung am 13. Juni 1986 erklingt unsere Orgel zu etwa 130 Sonn- und Feiertagsgottesdiensten im Kirchenjahr und in zahlreichen Konzerten.

Für die gründliche Renovierung unserer Orgel werden wir in diesem Jahr etwa 29.000 € aufwenden - oder 223 € pro Gottesdienst.

... dass das Rückpositiv auf dem vorderen Teil der Orgelempore steht?

Das Rückpositiv steht im Rücken des Orgelspielers. Es ist als Nebenwerk konzipiert und wird vom zweiten Manual aus gespielt.

In sieben Registern ergänzen zahlreiche Solostimmen die Klangfülle des Hauptwerkes bei einer hervorragenden klanglichen Balance der Gesamtdisposition.

... dass wir dieses Jahr 26 € für jeden einzelnen Orgelton investieren?

Für den Erhalt der Klangfülle unserer Orgel investieren wir in diesem Jahr etwa 29.000 € - bei insgesamt 1.128 Pfeifen sind das 26 € für jeden einzelnen Orgelton.

... weitere Informationen zu unserer Orgel finden Sie hier.